Ein Windrand an einem Sonnenblumenfeld. Quelle: unsplash

Die Diskussion der beiden Leitthemen Energie und Atom ist immer noch geprägt von einem Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit: Neun Atomkraftwerke sind abgeschaltet und die restlichen stellen eine immer größer werdende Gefahr dar. Mit der neuen Runde in der Endlagersuche hat ein interner Diskussionsprozess begonnen, der sich zwischen den Polen „Vorab-Herausnahme von Gorleben“ und der „weißen Landkarte“ bewegt. Auf der anderen Seite kommt der Ausbau erneuerbarer Energien und die Energiewende immer mehr in´s Stocken.

Nicht erst seit dem Atomausstieg ist die Debatte um die Energieversorgung in Deutschland entbrannt. Dass die großen Energiekonzerne die Angst vor einer „Dunkelflaute“ schüren, zeigt, dass diese (noch) nicht bereit sind, die Energiewende mitzugestalten.

Mit unserem grünen Energieszenario haben wir gezeigt, dass der Wandel zu erneuerbaren Energien in Niedersachsen ohne Angst vor Engpässen möglich ist. Wir wollen die Energie in Bürgerhand und Wertschöpfung dort, wo die Erzeugungsanlagen stehen. Die Rekommunalisierung der Energieversorgung ist in vielen Kommunen mit auslaufenden Konzessionsverträgen eine große Chance zur Stärkung des ländlichen Raums.

Wir verstehen Energiewende nicht nur als „Stromwende“ – auch im Bereich der Wärme, des Verkehrs und in der Industrie muss eine „Effizienzrevolution“ und ein 100%-iger Wechsel zu erneuerbaren Energien stattfinden.

Die Entwicklung der Offshore- Industrie begleiten wir kritisch. Aufgrund des hohen Kapitalbedarfes ist dieser Bereich so gut wie vollständig in den Händen großer Konzerne bzw. Banken und Kapitalgesellschaften. Den aktuellen Netzentwicklungsplan gilt es, kritisch zu betrachten und Innovationen wie die Speichertechnologie in den Blick zu nehmen.

Die Nutzung der Biomasse kann nur einen geringen Beitrag zur Energieerzeugung der Zukunft leisten. Der Ausbau der Biogasnutzung auf Basis von Mais hat sich als Fehler herausgestellt. Daher plädiert die LAG Energie für einen nachhaltigen Einsatz von Biomasse in unserer Kulturlandschaft.

Mit unserer Arbeit wollen wir Lösungen finden, damit aus Ansprüchen Wirklichkeit werden kann. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, sich an den  Diskussionen, an Exkursionen und dem Austausch von Erfahrungen zu beteiligen.

Die LAG Energie und Atom tagt etwa sechsmal im Jahr, in der Regel freitags von 15.30 bis 18.00 Uhr und ist offen für alle Interessierte, also auch für Nicht(partei)mitglieder.

SprecherInnen:
Cornelia Grote-Bichoel / Reinhard Lonsing
E-Mail:
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