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2000
Die Landesgeschäftsstelle von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zieht in die neuen Räumen in die Odeonstrasse 4 in Hannovers Innenstadt.
Niedersachsen ist betroffen von dem Atomausstiegskonsens, den die rot-grüne Regierung mit der Atomindustrie findet. Viele grüne Mitglieder empfinden diesen Konsens als zu schwach der Atomindustrie gegenüber, sie hatten sich mehr gewünscht.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern auf dem Parteitag in Nordenham am 13./14. Mai 2000 ein Verbot des Baus der Y-Trasse von Hannover nach Hamburg durch die Lüneburger Heide und die Sanierung der Bahnstrecke nach Nordenham. Zum ersten Mal wird die Jugend mit dem Motto "young @ green" miteingebunden.
Am 1. Juni 2000 beginnt die Weltausstellung "EXPO 2000". Die Grünen begleiteten diese Veranstaltung immer kritisch. Ihr Motto: "Expo 2000 - Mensch? Natur? Technik! Werden mit den Instrumenten von gestern die Probleme von morgen vergrößert?"
Als Reaktion eröffnet das "green expo office" in Hannovers Innenstadt, das die EXPO 2000 weiterhin kritisch begleiten will, mit dem Ziel über Tops und Flops zu informieren.


2001 Der Rückschlag bei den Kommunalwahlen
Nach dem Eintritt in die Bundesregierung 1998 müssen die Grünen bei den folgenden Wahlen auf Landes- und Kommunalebene fast vier Jahre lang Stimmverluste hinnehmen. Auch die niedersächsischen Grünen werden bei den Kommunalwahlen 2001 von dieser Schwächephase erwischt. Als landesweites Ergebnis können nach 7,4 in 1996 nur noch 6,7 Prozent verbucht werden. Die Zahl der Mandate sinkt auf 720.


Bundestagswahlen 2002
Nach einer beispiellosen Aufholjagd in den Umfragen erreichen die Grünen bei der Bundestagswahl am 22. September 2002 8,6 Prozent der Stimmen und damit ihr zweitbestes Bundestagswahlergebnis. So kann wieder zusammen mit der SPD eine rot-grüne Bundesregierung gebildet werden. Fünf Grüne aus Niedersachsen ziehen in den Bundestag ein: Thea Dückert, Jürgen Trittin, Silke Stokar, Thilo Hoppe und Marianne Tritz.

Auch auf kommunaler Ebene tut sich was: Mit Charly Abrahms aus Bad Harzburg zieht der erste grüne Bürgermeister in ein niedersächsisches Rathaus ein.


Augen auf und durch

Die Landtagswahl am 2. Februar 2003 brachte einige Überraschungen. Die SPD-Alleinregierung endete, wurde allerdings nicht von rot-grün, sondern von einer CDU/ FDP-Regierung mit Christian Wulff (CDU) als Minister-präsident abgelöst. Die GRÜNEN erzielten aber mit 7,6 Prozent der Stimmen ihr bestes jemals in Niedersachsen erreichtes Ergebnis und stellen 14 Abgeordnete.

Am 14. November 2003 geht in Stade (Niedersachsen) das erste deutsche Atomkraftwerk vom Netz.

Bei der Europawahl im Juni diesen Jahres – Spitzenkandidatin ist die ehemalige niedersächsiche Fraktionsvorsitzende Rebecca Harms - wird zum ersten Mal ein zweistelliges Ergebnis in Niedersachen erzielt, das mit 12,1 Prozent sogar über dem Bundesschnitt (11,9 Prozent) liegt.

Im November 2004 schließt sich der Kreis: Menschen unterschiedlicher politischer Herkunft blicken nach Gorleben und beziehen Stellung: Aktive und Aktivisten rücken zusammen, um sich gegen die Einlagerung radioaktiven Mülls ins Endlager Gorleben zu stellen. Mit Demonstrationen und zahlreichen Aktionen bekunden sie ihren Widerstand gegen den achten Castor-Transport durch Niedersachsen. Tragischer Höhepunkt in diesem Jahr: Der Tod eines 21-jährigen Atomkraftgegners in Frankreich. Zwei Tage später fährt der Castor ins Endlager ein. Der Protest geht weiter.

2005 - 25 Jahre GRÜNE in Niedersachsen und Neuwahlen zum Bundestag

Im Januar 2005 feiert der grüne Landesverband unter dem Motto "In alter Frische – 25 Jahre Grüne für Ökologie und Solidarität in Niedersachsen" sein 25-jähriges Bestehen.

Nach den für Rot-Grün verlorenen Landtagswahlen Ende Mai 2005 in NRW sieht Bundeskanzler Gerhard Schröder keine Mehrheit mehr für seine Politik. Er stellt die Vertrauensfrage im Bundestag, woraufhin ihm auf eigenen Wunsch von der Parlamentsmehrheit das Vertrauen entzogen wird. Der Bundespräsident stimmt dem Wunsch des Kanzlers nach Neuwahlen zu. Die Bundestagswahlen finden so schon im September 2005 statt und enden in einem überraschenden Ergebnis. Es reicht nicht zur Wiederwahl der rot-grünen Koalition. Allerdings wird auch eine schwarz-gelbe Koalition verhindert. Am Ende gibt es eine schwarz-rote Koalition unter Angela Merkel, die Grünen gehen mit einem bundesweiten Ergebnis von 8,2 Prozent in die Opposition.

Die Grünen Niedersachsen erreichen 7, 4 Prozent. Wieder ziehen fünf Kandidaten aus Niedersachsen in den Bundestag ein: Die Landesvorsitzende Brigitte Pothmer, der bisherige Umweltminister Jürgen Trittin, Silke Stokar, Thilo Hoppe und Thea Dückert.

Mit dem Einzug in den Bundestag legt Brigitte Pothmer ihr Amt als Landesvorsitzende nieder. Zur neuen Landesvorsitzenden wird Susanne Leifheit neben Raimund Nowak gewählt. Im gleichen Monat rollt wieder ein Castor Richtung Gorleben. Tausende Demonstranten begleiten den Zug auf seinem Weg.

2006 - Ein Jahr im Zeichen der Kommunalwahlen

Im Januar 2006 fusionieren die Kreisverbände Hannover-Stadt und Hannover-Land zum neuen Regionsverband Hannover. Mit fast 1.000 Mitgliedern ist es der größte regionale Verband der Bundespartei.

Im März werden vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg sämtliche Klagen gegen die Genehmigung des Endlagers Schacht Konrad abgelehnt. Der Protest geht dennoch weiter. Nun liegt es am neuen Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, den geplanten Umbau des Schachts zum Endlager nicht zuzulassen.

Bei den Kommunalwahlen am 10.September 2006 liegen die Grünen mit einem Wahlergebnis von 7,8 Prozent im Landesdurchschnitt deutlich über ihrem Gesamtergebnis von 2001 (6,7%). Lokaler Spitzenreiter ist Oldenburg-Stadt, wo die GRÜNEN mit 21,2 Prozent ein Stimmengewinn von 7,6 Prozent vorweisen können.
Damit verzeichnen BÜDNIS 90/DIE GRÜNEN den von allen Parteien deutlichsten Stimmenzuwachs im ganzen Land (Details) und können deutlich über 1.000 Mandate in ganz Niedersachsen vorweisen. Als jüngste Abgeordnete zieht die 18-jährige Dorothee Schulz in den Uelzener Kreistag ein.

Das Jahr 2006 steht damit ganz unter dem Ziel, die grüne Politik vor Ort in den Gemeinden zu stärken. Für 2007 steht die Wahl eines neuen Landesvorstandes sowie die Vorbereitungen zur Landtagswahl 2008 auf der Agenda.

2007 - heute>>