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1986 - 1991>>

1992
Am 21. Oktober 1992 wird ein neues Verfassungsschutz-Gesetz verabschiedet.
Das Kita-Gesetz wird vom rot-grünen Kulturministerium präsentiert. Der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz soll erst ab dem Jahr 1998 verwirklicht werden.

1993
Das grün-alternative Jugendbündnis (später GRÜNE JUGEND Niedersachen) wird gegründet.
Erstmals in Niedersachsen wird unter Rot-Grün die ambulante Abtreibung für Frauen eingerichtet. Das Niedersächsische Hochschulgesetz tritt in Kraft. Die Hochschulen bekommen mehr Autonomie und die Frauenförderung wird wesentlich verbessert.
Am 1. Januar tritt das Kindertagesstättengesetz in Kraft. Am 13. Mai tritt in Niedersachsen eine neue Landesverfassung in Kraft.
17. Januar: Auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Hannover feiern die Delegierten der Grünen und Bündnis 90 die beiderseitige Zustimmung zum Assoziationsvertrag. Damit ist es den Grünen als einzige Partei gelungen, sich in einem demokratischen Prozess mit einer Ost-Organisation zu vereinigen. Der Name BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (kurz: Die Grünen) ist Ausdruck, dass Grüne bereit sind, sich in diesem Prozess zu verändern und in ein Stück DDR-Geschichte gleichberechtigt aufzunehmen.

1994: Wahlmarathon
Landtagswahl:
Nach zwei wahlfreien Jahren gehen  BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (am 17. Januar 1993) ausgeruht in den Landtagswahlkampf: Mit 7,4% der Stimmen können die Grünen am 13. März 1994 sogar das Ergebnis von 1986 um 0,3% verbessern und diesmal  13 Abgeordnete ins Parlament schicken. Die absolute Mehrheit der SPD kann dagegen nicht verhindert werden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN melden sich auf den Oppositionsbänken zurück.

Europawahl:
Die Europawahl am 12.Juni 1994 brachte 10,2% für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Bundestagswahl:
Die dritte Wahl des Jahres findet am 16. Oktober 1994 statt. Trotz Wahlmüdigkeit votieren die Bürgerinnen und Bürger bundesweit mit 7,2% der Stimmen (damit 49 Mandate) für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

1995
Am 13. Mai 1995 demonstriert die Anti-AKW-Bewegung gegen die Castortransporte in die Wiederaufbereitungsanlage in Gorleben.
Nach der Landesdelegiertenkonferenz (LDK) in Uelzen am 21. Mai 1995 tritt eine neue Rotationsregelung der Grünen in Kraft. Bis dahin mussten die Abgeordneten alle zwei Wahlperioden ihr Amt abgeben. Die neue Regelung sieht vor, dass eine dritte Legislaturperiode mit einer 2/3-Mehrheit der Landesdelegiertenkonferenz möglich ist. Für die Einen bedeutet dieser Entschluss eine Lockerung - für die Anderen eine Festschreibung der Rotationsregelung.

1996: Kommunalwahl
Gute Stimmung landesweit: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erreichen 9,3% der Stimmen.

1998: Entscheidende Wahlen
Bei der Landtagswahl am 1. März 1998 erreichen die Grünen 7,0%. Trotzdem verbleiben sie in der Opposition. Gerhard Schröder bleibt unter der SPD-Alleinregierung niedersächsischer Ministerpräsident.
Das niedersächsische Frauenministerium, das unter Rot-Grün einrichtet worden war, wird zum 1. Juli 98 demontiert und dem Ministerium für Soziales und Jugend zugeordnet, wodurch es an Macht erheblich einbüßt.

Bei der Bundestagswahl am 28. September 1998 ereichen die Grünen 6,7%. Sie bilden gemeinsam mit der SPD unter Gerhard Schröder als Kanzler die erste rot-grüne Bundesregierung, die nach 16 Jahren Helmut Kohl ablöste. In Niedersachsen wird Gerhard Glogowski neuer Ministerpräsident.

1999
Auf dem Landesparteitag in Uelzen am 8. Mai 1999 gibt es einen Parteibeschluss zur Verurteilung des Kosovo-Krieges, des Einsatzes einer Friedensinitiative der Bundesregierung und der Absage an eine militärische Intervention auf dem Balkan.
Der niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Glogowski tritt nach dem Vorwurf der Bestechlichkeit am 26. November 1999 zurück.

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