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Daten und Fakten von 1977 – 2000

Die Aufstellung auf den folgenden Seiten beschreibt die Aktionsfelder, die BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bearbeiten, die Wahlen und ihre Ergebnisse sowie die politischen Erfolge, die BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bis heute erzielt haben.

1976: Anti-Atomkraft-Bewegung
Gründung mehrerer Bürgerinitiativen, als der Plan für eine zentrale Atommüllwiederaufbereitungs- und Endlagerungsstätte (WAA) bekannt wird. In Aussicht stehen die Orte Aschendorf, Lichtenmoor, Lutterloh.

1977: Gründung der USP

11.5.77: Die Umweltschutzpartei Niedersachsen wird in Schwarmstedt durch Carl Beddermann und ca. 20 Grün-dungsmitgliedern gegründet, die aus vier Umweltschutz-Bürgerinitiativen kommen. Es entstehen erste Kreisver-bände auf dem Lande in Schwarmstedt-Fallingbostel, Uelzen, Hannover-Land, Ritterhude, Hildesheim, Wil-helmshaven und Hameln.

25.5.77: Bahnhofsrestaurant Hannover: Georg Otto aus Hildesheim lädt Vertreter aller interessierten Gruppen des Weltbundes zum Schutze des Lebens (WSL) und der Bürgerinitiativen Norddeutschlands zur ersten Zusammenkunft ein, um eine Lebensschutzpartei zu gründen. Carl Beddermann verkündet die Gründung der USP und wirbt für seine Partei. Teile der Versammlung schließen sich ihm an und gründen einen Kreisverband der USP in Hildesheim.

1977: Gründung der GLU
Schnell folgt die Spaltung: Der Kreisverband der USP in Hildesheim will sich an den vorgezogenen Kreistagswahlen beteiligen, Carl Beddermann untersagt ihnen, den Namen USP zu führen. Am 1.9.77 beschließt der KV Hildesheim, als eigene kommunale Wählergruppe mit eigenem Namen als "Grüne Liste Umweltschutz" anzutreten." Grün" für die Farbe des Umwelt- und Naturschutzes. Sie erreichen 1,2% der Stimmen. Danach geht´s wieder zusammen: Im Hinblick auf die Landtagswahlen 1978 schlägt C. Beddermann vor, dass die acht Kreisverbände (KV's) der USP mit der GLU zusammengehen und den Namen übernehmen. Am 16.11.77 wird die Vereinigung der insgesamt elf Kreisverbände und die Umbenennung beschlossen, im Dezember meldet Beddermann die Partei sowohl beim niedersächsischen Wahlleiter als auch beim Bundeswahlleiter an und beantragt damit gleichzeitig Namensschutz.
Bei der Landtagswahl 1978 wird erstmals das Symbol des Regenschirms verwendet und Slogan "Nicht schwarz ärgern - grün wählen". Die GLU verbucht im Landesdurchschnitt beachtliche 3,2% der Stimmen; während die restlichen acht Kleinparteien zusammen 1,2% erhalten. In Lüchow-Dannenberg kommt die GLU auf (17,8%).
Im März 1977 demonstrierten Hunderte gegen das Atomkraftwerk (AKW) in Grohnde.

1979: Gründung der Grünen in Niedersachsen
Am Sonntag, den 9.12.79 wird der Landesverband "Sonstige Politische Vereinigung (SPV Die GRÜNEN" in Niedersachsen in Hannover auf der Grundlage der am 30.11.79 öffentlich ausgearbeiteten Landessatzung als Rechtsnachfolger der GLU gegründet. Da sich noch nicht alle Kreisverbände der GRÜNEN gebildet haben, beschließt man, zunächst einen geschäftsführenden Vorstand für sechs Monate bis zur ersten Landesdelegiertenversammlung zu wählen. Die Zeit wird knapp, und die Wahlen der Beisitzer werden auf die Fortsetzung der Versammlung am 6.1.80 in Hannover, Lister Turm, verschoben. Die endgültige Auflösung der GLU erfolgt am 20. 4.80 in Diepholz, übrig bleiben die niedersächsischen GRÜNEN.
Am 5. Dezember 1979 feiert der Landesverband der GRÜNEN in der Voltastraße in Hannover sein fünfjähriges Bestehen.

1980 - 1985>>