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GRÜNER Ökofonds
Nach dem Motto "Rein in die Parlamente, raus mit den Informationen und einem Teil der Knete" gilt es als ein urGRÜNES Anliegen, dass GRÜNE Abgeordnete ihre Diäten nicht ausschließlich in die eigene Tasche stecken und die GRÜNE Partei die erhaltene Staatsknete nicht nur für sich behält. Das Geld soll dorthin fließen, wo die Basis GRÜNER Politik erkannt wurde - in alternative Projekte. So beschließt die GLU bereits 1979 die Einrichtung des Landes-Ökofonds, den sie mit 100.000 DM aus der Wahlkampfkostenrückerstattung ausstattete. Seitdem finanziert der Landes-Ökofonds - gespeist durch Abgeordneten-Diäten und Wahlkampfkostenrückerstattungen - Aktionen und Projekte von Initiativen, Vereinen und Verbänden, deren Anträge durch das Kriterienraster von Stiftungen und öffentlichen Förderungen fällt. Anders als der Name vermuten lässt, vergibt er dieses Geld nicht nur an ökologische, sondern auch an soziale, feministische, pädagogische und internationalistische Projekte. 1984 werden dann auch Kreis-Ökofonds gegründet. Bis 1991 vergibt der Landes-Ökofonds über 2,2 Mio. DM. Seit der Niederlage bei der Bundestagswahl 1990 und der infolgedessen geringeren Diäten-Abführungen hat sich das Fördervolumen leider erheblich verringert.
GRÜNE WählerInnen
Seit 1994 steigt die Mitgliederzahl stetig an, bis sie im Dezember 1998 ihren Höchststand mit 5.652 Mitgliedern erreicht. Danach setzte ein langsamer, aber stetiger Rückgang ein.
Betrachtete man (laut einer Mitgliederbefragung von 1993) die persönlichen Interessen der Mitglieder, so sind es anfangs folgende Themen gewesen: Ökologie, Umwelt, Verkehr, Agrarfragen, Anti- AKW, sowie Asyl und Frieden. Hier schlägt sich deutlich nieder, woher DIE GRÜNEN kommen. Wir sind die Haupt-Erben des politischen Protests seit 1968 und sprechen seit unserer Gründung vor allem diejenigen an, die seit 1968 in ihrer Jugend gegen die bestehende Gesellschaft rebelliert und mit den neuen sozialen Bewegungen sympathisiert haben. Die ältere Generation, die bereits 1968 verständnislos der protestierenden Jugend und der von ihr ausgelösten "Kulturrevolution" mit "Negermusik", wilden Ehen und langen Haaren gegenüber stand, wählt dementsprechend auch heute noch kaum GRÜN.
GRÜNE Jugend Niedersachsen
Nachdem DIE GRÜNEN jahrelang der Auffassung sind, sie seien ihre eigene Jugendorganisation und es dementsprechend wenig von Jugendlichen, die der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nahe stehen, zu hören gibt, gründet sich im April 1994 die GRÜNE JUGEND Niedersachsen. Basis ihrer Arbeit sind Aktionen und Treffen in den jeweiligen Kreis- und Ortsverbänden, landesweite Seminare, die Zeitschrift DER IGEL, Landesversammlungen, Broschüren und Reader zu den Themen Frauenpolitik, Kriegsdienstverweigerung, Jugend-, Schul- und Berufspolitik.