Gorleben
PM Nr.37 vom 04.10.2010

Auftakt zum heissen Atomherbst in Gorleben

Anläßlich der Wiederaufnahme der Erkundungssarbeiten im Salzstock Gorleben trafen sich die Bundestagsfraktion und der Bundesvorstand von Bündnis  90/Die Grünen zu einer gemeinsamen Sitzung auf dem Salinas-Geländes in Gorleben/Niedersachsen. Die beiden grünen Landesvorsitzenden Stefanie Henneke und Anja Piel, die ebenfalls an der Sitzung teilnahmen, begrüßten diese Initiative der Grünen Spitzen-PolitikerInnen: "Dieses Treffen gemeinsam mit den VertreterInnen aus der Anti-Atom-Bewegung ist ein starkes Signal in Richtung Berlin; schwarz-gelb macht Energiepolitik von vorgestern, die zukunftsfähige Energieszenarien und die Sicherheit der Menschen an den Standorten der alten Museumsreaktoren und der potenziellen Lagerstätten für verstrahlen Müll werden der Profitgier der großen Konzerne geopfert."

 Gorleben - Treffen mit Bürgerinitiativen und Bundestagsfraktion
Niedersächsische GRÜNE beim Treffen mit Bürgerinitiativen und Bundestagsfraktion in Gorleben (von links: Dorothea Steiner (MdB), Anja Piel und Stefanie Hennecke (Landesvorsitzende), Stefan Wenzel (Fraktionsvorsitzender Landtag), Brigitte Pothmer (MdB) und Miriam Staudte (stellv. Fraktionsvorsitzende Landtag)

Mit starker Beteiligung der niedersächsischen Abgeordneten aus Europaparlament, Bundestagsfraktion sowie Landtagsfraktion wurde über Gorleben und die Asse diskutiert und der wichtige Beschluss gefasst, den grünen Widerstand gegen die schwarz-gelbe Atompolitik zu verstärken, insbesondere vor dem Hintergrund der ungeklärten Endlagerfrage.

Die Laufzeitverlängerung und der unverantwortliche Umgang mit radioaktivem Müll seien eine Kampfansage an alle AtomkraftgegnerInnen und damit auch an die Mehrheit der Bevölkerung, die gegen die Weiternutzung der Hochrisikotechnologie Atom ist. "Wir werden  als Grüne in diesem Herbst an der Seite der Initiativen und der Bewegung gegen die Castortransporte demonstrieren, damit in Berlin endlich ankommt, dass die Menschen im Land eine zukunftsgerichtete Energiepolitik wollen, die nicht von den Interessen der Stromriesen gesteuert wird", erklärten die beiden Landesvorsitzenden.

Gorleben-Beschluss vom 4.10.2010 >>


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