Stefanie Henneke
PM Nr.21 vom 23.06.2010

Schulpolitik in Niedersachsen: Note ungenügend!


Soziale Herkunft ist in Niedersachsen weiterhin der Schlüssel zum Erfolg

"Passend zur heutigen Zeugnisausgabe erteilen wir der Landesregierung für ihre Schulpolitik die Note ungenügend", kommentierte Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, am Mittwoch (heute) in Hannover den heute vorgestellten Länder-Schulleistungsvergleich. "Das wundert wenig, da der neue Kultusminister Althusmann die schlechte Politik seiner Vorgängerin fortsetzt!"

Der Test belege erneut die unakzeptable Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Bildungserfolg. In Niedersachsen haben Akademikerkinder im Vergleich zu Facharbeiterkindern eine 5,8 mal so große Chance, ein Gymnasium zu besuchen. Auch sei der Leistungsunterschied zwischen Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund nicht hinnehmbar.

"Das mehrgliedrige Schulsystem hat ausgedient", folgerte Henneke. "Das Aufteilen der Kinder mag der Spitzenförderung dienen, wie das Abschneiden Bayerns und Baden-Württembergs zeigt, doch in der Breite versagt das System. Auch in Hinblick auf die demografische Entwicklung können wir es uns nicht leisten, so viele Kinder abzuhängen." Die niedersächsischen Grünen fordern daher die Landesregierung auf, endlich ihren ideologisch motivierten Kampf gegen die Gesamtschulen zu beenden und den Bildungsbereich von allen Sparmaßnahmen auszunehmen.


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