
Atomkraft? Nein Danke!
120 km lange Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel
Unter dem Motto "KETTENreAKTION": Atomkraft abschalten!" sind am (gestrigen) Samstag 120.000 Menschen gegen die schwarz-gelben Pläne für Laufzeitverlängerungen auf die Straße gegangen. Mit einer 120 Kilometer langen Menschenkette zwischen den Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel setzen die AtomkraftgegnerInnen und -gegner zwei Tage vor dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April ein deutliches Zeichen für das Ende der Atomenergie und für den konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien.
"Wir freuen uns, dass das breite Bündnis der verschiedenen Verbände, Initiativen und Organisationen zu einem so großen Erfolg geführt hat. Gemeinsam haben wir es geschafft, die Kette pünktlich um 14:30 Uhr zu schließen", so Anja Piel, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. "Das ist eine Ohrfeige für die atompolitischen Irrläufe der schwarz-gelben Bundesregierung. Ihr sollte klar sein, dass bei einem "Weiter so" mit ständig wachsendem und generationsübergreifendem Widerstand zu rechnen ist", betonte Piel. Allein aus Niedersachsen waren rund 50 Busse mit "grüner Beteiligung" zur Menschenkette gefahren.
Mit der Menschenkette hätten die Demonstrantinnen und Demonstranten eine der größten Protestveranstaltungen gegen Atomenergie in der Geschichte der Bundesrepublik auf die Beine gestellt, so die Co-Vorsitzende Stefanie Henneke: "Es ist hinlänglich bekannt, dass sich zwei Drittel der Deutschen gegen Laufzeitverlängerungen aussprechen. Auch der letzte Atomlobbyist sollte endlich die Erneuerbaren Energien als Grundlage der Energieproduktion zu akzeptieren." Angeheizt werden die Proteste nicht nur durch die ständigen Vorstöße der Energieversorger für Laufzeitverlängerungen, sondern auch durch die noch immer ungeklärte Endlagerfrage und die Skandale um die Asse und Gorleben.
Fotos zur Menschenkette finden Sie unter www.gruene.de.