
Frauen verdienen 100 Prozent!
Grüne fordern Lohngerechtigkeit
Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Frauen verdienen durchschnittlich 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. "Mit dieser Bilanz ist Deutschland im europäischen Vergleich auf dem siebtletzten Platz", stellte Dorothea Steiner, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, heute (Donnerstag) anlässlich des Equal-Pay-Day am 26.03.2010 fest. Dagegen seien 70 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor weiblich, aber nur 12 Prozent der Aufsichtsratssessel der großen Dax-Unternehmen würden von Frauen besetzt werden.
"Die Zahlen sind erschreckend und zeigen, dass wir auch im Jahr sechs einer weiblichen Kanzlerin noch lange nicht bei der vollen Gleichberechtigung angekommen sind. Frauen verdienen den gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Dazu gehört auch die Einführung eines Mindestlohnes, denn besonders Frauen arbeiten im Niedriglohnsektor", unterstrich Steiner.
Die Landesvorsitzende forderte: "Nicht zuletzt in den Führungsetagen muss etwas passieren. Während die Telekom mit einer freiwilligen Quote mit gutem Beispiel voran geht und die Politik zu mehr Emanzipation bei der Frage nach Quotenregelungen für die Privatwirtschaft auffordert, versteckt sich Familienministerin Schröder hinter fadenscheinigen Ausreden. Die Quote ist richtig für Frauen und die Quote ist richtig für die Wirtschaft, denn mehr Frauen in Führung steigern auch den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens."