
Nachhaltige Wirtschafts- und Verkehrspolitik sieht anders aus!
Grüne fordern endgültiges Aus für Y-Trasse
Als "verkehrs- und klimapolitischen Wahnsinn" bezeichnete Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, heute (Freitag) in Hannover die Ankündigung, die Y-Trasse zwischen Hannover, Bremen und Hamburg doch zu realisieren. "Die Y-Trasse nützt der Hafenhinterlandanbindung gar nichts", erläuterte Henneke. Um Engpässe zu vermeiden brauche man kurzfristig umsetzbare und effiziente Ausbau- und Ertüchtigungsmaßnahmen im bestehenden Schienennetz. "Auf die Fertigstellung der Y-Trasse würde man 12 bis 15 Jahre warten, eine umfassende Anbindung der Häfen brauchen wir aber schon wesentlich früher", so die Grünen-Politikerin.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern den vorrangigen Ausbau bestehender Strecken, wie beispielsweise den zweigleisigen elektrifizierten Ausbau der Strecke Rotenburg–Verden und der Amerikalinie Landwedel-Uelzen-Stendal. Zur Ergänzung müssten auch nicht bundeseigene Bahnstrecken in die Ausbaupläne einbezogen werden, um schnellstmöglich mehr Kapazitäten auf Niedersachsens Schienen zu schaffen. "Wider besseren Wissens, auf dem Rücken der Bevölkerung in der betroffenen Region entlang der Trasse und gegen jede umweltpolitische Vernunft halten Schwarz-Gelb in Land und Bund an einem überflüssigen und überteuerten Prestige-Projekt fest. Nachhaltige Wirtschafts- und Verkehrspolitik sieht anders aus!" erklärte Henneke abschließend.