Stefanie Henneke
PM Nr.53 vom 11.12.2009

Bachelor-Reförmchen greift zu kurz


Große Versprechungen sind nichts als leere Worthülsen!

"Die Kultusministerkonferenz ist ein zahnloser Tiger! Sie hat einmal mehr gezeigt, dass diese freiwillige Zusammenarbeit der Minister keine wegweisenden Ergebnisse bringt", bewertete Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, heute (Freitag) in Hannover die Ergebnisse der gestrigen Kultusministerkonferenz.

"Die Kultusminister tun jetzt so, als wären sie auf die Forderungen der Studentinnen und Studenten eingegangen, dabei haben sie lediglich an wenigen kleinen Stellschrauben gedreht", so Henneke. Das Bachelor- und Master-System müsse jedoch grundsätzlich reformiert werden. Die Kultusminister müssten jetzt die Forderungen der Bildungsstreikenden ernst nehmen und unter anderem die Lehrinhalte grundlegend überarbeiten, forderte die Landesvorsitzende. "Der Versuch, die Studierenden mit diesem "Reförmchen" ruhig zu stellen, ist eine Farce. Sie haben nach wie vor die besten Gründe, ihre Proteste fortzusetzen."

Die vergangenen Jahre seien für die Hochschulpolitik verlorene Jahre gewesen. Mehrere Genrerationen von Studierenden seien in einem unausgereiften System verschlissen worden. "Nun haben die Kultusminister erneut bewiesen, dass sie nicht in der Lage sind, gute Hochschulpolitik zu machen, die den Anforderungen von Studierenden, aber auch denen von Lehre, Wissenschaft und Wirtschaft gerecht wird." Die Rahmenbedingungen für Lehre und Studium müssten vom Bund gesetzt werden, gerade auch um die gewünschte Mobilität der Studierenden zu ermöglichen, forderte Henneke. Bisher sei es für Studierende nicht einmal innerhalb eines Bundeslandes möglich, ohne Weiteres die (Fach-)Hochschule zu wechseln.

 


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