
Atommüll soll raus aus der Asse
Grüne für Rückholung des Atommülls
Die niedersächsischen Grünen sprechen sich für die Bergung der Atommüllfässer aus der Asse aus. "Wir unterstützen die Forderung der Initiativen, sich für die Option Rückholung zu entscheiden und den Atommüll aus der Asse an einen sichereren Ort umzulagern", sagte Dorothea Steiner, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, am Samstag (gestern) in Hannover.
Weder die zu erwartenden Kosten noch die Zeitdauer der Schließung dürften dagegen ins Feld geführt werden. Es sei nur zu hoffen, dass die Stabilität der Asse dieser Option keinen Strich durch die Rechnung mache. "Hätte sich der ehemalige Betreiber, die Helmholtz Gesellschaft, in den vergangenen Jahren nicht so einseitig auf eine Verfüllung konzentriert und andere Optionen vom Tisch gewischt, wäre man der Umsetzung auch schon weiter", Steiner weiter. Sie unterstrich die Vorteile einer Schließung unter den Bedingungen des Atomrechts. "Zum ersten Mal gibt es jetzt eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit statt eines Gemauschels hinter verschlossenen Türen".
Angesichts der hohen Kosten für die Schließung der Asse forderte die Grünen-Politikerin, dass die Energiekonzerne sich daran beteiligen müssten. Jahrzehnte lang hätten sie billig ihren gesamten Atommüll in der Asse entsorgt. "Eine Kostenbeteiligung von Seiten der Atomindustrie ist unerlässlich", forderte Steiner. " Es gibt keinen Grund, dem Steuerzahler allein die Kosten für die Schließung diese Atommüllendlagers aufzubürden!"