
Sumpf der illegalen Machenschaften
Grüne fordern das Aus für Gorleben – jetzt erst recht!
"Wir haben ja schon immer vermutet, dass die Betreibergesellschaft in Zusammenarbeit mit der Atomlobby krumme Dinger gedreht hat. Aber man ist dann schon entsetzt, wenn man feststellt, dass die Wirklichkeit die schlimmsten Befürchtungen bei Weitem übertrifft", kommentierte Dorothea Steiner, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, am Donnerstag (heute) die neuesten Enthüllungen zu Gorleben.
"Jedem Häuslebauer werden selbst für die kleinsten Bauvorhaben Genehmigungen abverlangt, aber wenn es um die Einlagerung von hochgiftigem Atommüll geht, dann scheint man es damit nicht so genau zu nehmen", stellt Steiner fest. "Da wundert uns das hartnäckige Festhalten von CDU/CSU und FDP an Gorleben als Endlagerstandort nicht." Die illegalen Ausbauaktivitäten der Betreiber unter dem Deckmantel der Erkundung vermittelten den Eindruck, hier sei mit ähnlicher Skrupellosigkeit zu Werke gegangen wie bei der Nutzung der Asse als tatsächliches Atommüllendlager.
Seit langem setzen sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für eine bundesweite ergebnisoffene Suche nach alternativen Standorten für die Lagerung von Atommüll ein. "Angesichts dieses Schwarzbaus im wahrsten Sinne des Wortes muss Schwarz-Gelb die Hinhaltetaktik zu den Akten legen", fordert Steiner.