PM Nr.13 vom 23.04.2009

Sicher ist nur das Risiko!

 

Grüne warnen vor schwarz-gelber Gefahr – jetzt und im Herbst

Mit einem "Atommülltransport" haben die niedersächsischen Grünen am Donnerstag (heute) vor einer Renaissance der Atomenergie im Herbst gewarnt. Dorothea Steiner, niedersächsische Landesvorsitzende, und Jan Philipp Albrecht, niedersächsischer Kandidat zur Europawahl, haben gemeinsam mit dem Vorstand des Regions- und Stadtverbandes Hannover sowie der GRÜNEN JUGEND Atommüllfässer durch die Innenstadt gerollt. "Die Atomlobby agiert heute so, als hätte es den GAU in Tschernobyl nicht gegeben", kritisiert Steiner.

Mit juristischen Tricksereien würden die AKW-Betreiber versuchen, die Abschaltung von schrottreifen Atommeilern bis nach der Bundestagswahl zu verhindern und spekulierten auf eine Kehrtwende in der Atompolitik, so die Grünen-Politikerin. "CDU und FDP kämpfen auf der gleichen Linie und wollen den Atomausstieg zurückdrehen. Da wissen wir, was uns blüht, wenn es im Herbst zu einer schwarz-gelben Koalition kommen sollte: Laufzeitverlängerungen für Atommeiler und dauerhaft exorbitante Profite für die Atomindustrie" prophezeit die Landesvorsitzende.

Jedes Jahr Laufzeitverlängerung für AKS würde mindestens 400 Tonnen Atommüll mehr in Deutschland produzieren. Und dennoch gibt es noch immer keine halbwegs abgesicherte Endlagerlösung. Der Worst Case, der schlimmste anzunehmende Fall, ist in den letzten Jahren im sogenannten Versuchsendlager Asse eingetreten. Die angeblich sichere Endlagerung ersäuft in radioaktiver Lauge. Die Forderung heißt deshalb: Kein Endlager im Gorlebener Salz und ein neues Auswahlverfahren ohne Vorfestlegung. Denn noch immer gilt: Atomkraft ist lebensgefährlich, teuer und sie schützt das Klima nicht. Sie erzeugt hochgefährlichen Müll, den bisher niemand sicher entsorgen kann.

 

Hier bekommen Sie das Aktionsfoto, weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Tschernobyl".


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