Lehrer Wulff
PM Nr.7 vom 02.03.2009

Setzen: Sechs!

 

GRÜNE: Landesregierung muss Feldzuggegen Gesamtschulen beenden

Die Kritik an den Entscheidungen der Landesregierung zum schulischen Angebot und zur Unterrichtsversorgung in Niedersachsen reißt nicht ab. "Die Landesregierung muss jetzt ihren Feldzug gegen Gesamtschulen beenden und den Wettbewerb mit dem gegliederten Schulwesen zulassen", fordert die niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Dorothea Steiner.

Noch letzte Woche hatte Ministerpräsident Wulff behauptet, den freien Elternwillen bei der Wahl der Schulform zu akzeptieren. "Mit der geplanten Einführung des Abiturs nach acht Jahren auch für Gesamtschulen wird das frühe Aussieben wie im gegliederten Schulsystem ebenso den Gesamtschule aufgezwungen", kritisiert die grüne Co-Sprecherin Stefanie Henneke. "Die CDU kommt aus ihrer ideologischen Ecke einfach nicht heraus und tritt dabei den SchülerInnen- und Elternwillen mit Füssen".

Kurz vor der letzten Landtagswahl hatte Ministerpräsident Wulff Gesamtschulen als "wettbewerblichen Stachel im Fleisch des gegliederten Bildungswesens" gesehen, in Reaktion auf den Wunsch vieler Eltern, ihren Kinder an Gesamtschulen den Druck des Turboabiturs zu ersparen. "Zwölf neue Gesamtschulen scheinen ihm aber zu viel des Wettbewerbs zu sein, und es wir fleißig über neue Hürden nachgedacht. Wir fordern Herrn Wulff auf, dem Elternwillen endlich gerecht zu werden, statt die Kultusministerin ständig mit neuen Schikanen gegen Gesamtschulen zu beauftragen", so Steiner und Henneke.

© BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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