
GRÜNER Reformationstag in der Asse
Anlässlich des diesjährigen Reformationstages lädt die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Christinnen und Christen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ein zum
Anschlag von 95 Thesen gegen Atomkraft
am Freitag, den 31. Oktober um 22.00 Uhr
in der Kirche zu Wittmar.
"Der Ausstieg aus der Atomenergie ist nicht nur als christlicher Appell zur 'Bewahrung der Schöpfung' im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft zu sehen, sondern eine urGRÜNE Forderung", erklärte Sybille Mattfeldt-Kloth, Sprecherin der Landesarbeits-gemeinschaft Christinnen und Christen.
"Atomenergie ist nicht zuletzt wegen der ungeklärten Endlagerfrage eine für Natur und Mensch gefährliche Energieform", betonte Dorothea Steiner, Landesvorsitzende der GRÜNEN. Dies werde gerade am Beispiel der absaufenden Asse besonders deutlich, so Steiner weiter. "Die Festlegung auf Gorleben als Atommüllendlager-Standort zeigt, dass es nicht mehr um Prüfung und bestmögliche Lagerung von Atommüll für Jahrtausende geht, sondern nur noch darum, den AKW-Betreibern E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW eine Perspektive für Laufzeitverlängerungen zu bieten, damit sie weiter Millionen scheffeln können für ihre abgeschriebenen AKWs", sagte die Landesvorsitzende. Besonders die Parteien mit dem großen "C" im Namen ließen sich bei der Atomdebatte eher von den Profitinteressen der Energiekonzerne treiben als vom christlichen Credo der Gerechtigkeit und Nächstenliebe, waren sich Steiner und Mattfeldt-Kloth einig.