
"Sander mit klimapolitischer Blindheit geschlagen"
Grüne kritisieren Grundsteinlegung durch Umweltminister Sander beim Kohlekraftwerk Wilhelmshaven
Anlässlich der geplanten Grundsteinlegung des Electrabel-Kohlekraftwerkes Wilhelmshaven durch den niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander am heutigen Freitag erklärt die Landesvorsitzende der niedersächsischen Grünen Dorothea Steiner: "Ein Kohlekraftwerk wird nicht dadurch umweltfreundlicher, dass ein Umweltminister den Grundstein legt. Im Gegenteil wird deutlich, dass der Minister mit klimapolitischer Blindheit geschlagen ist."
Sander setze nach wie vor auf fossile Energieproduktion statt die Erneuerbaren Energien mit Nachdruck auszubauen. Der Minister beteilige sich aktiv daran, Niedersachsen in eine energiepolitische Sackgasse zu führen. Mit dem geplanten Bau zahlreicher Kohlekraftwerke an der Küste werde Niedersachsen seine Klimaschutzziele weit verfehlen. Allein durch das Electrabel-Kraftwerk in Wilhelmshaven würden in Niedersachsen jährlich rund 4 Millionen Tonnen CO² zusätzlich emittiert werden. Mit einem Wirkungsgrad von 46% könne das Kohlekraftwerk nicht gerade als klimapolitische Innovation gerühmt werden. Ein modernes Gaskraftwerk erreiche beispielsweise schon heute Wirkungsgrade von mehr als 60 Prozent.
"Auch neue Kohlekraftwerke sind eine schwere Hypothek für den Klimaschutz", stellt Steiner fest. "Wir setzen stattdessen auf einen forcierten Ausbau der Erneuerbaren Energien".