GRÜNE setzen sich für verpflichtende Gleichstellungskonzepte für die Wirtschaft ein
Steiner: "Ungleichbehandlung von Frauen lässt Altersarmut weiblich werden!"
Zum morgigen internationalen Frauentag fordert die GRÜNE Landesvorsitzende, Dorothea Steiner, verpflichtende Gleichstellungskonzepte für die Privatwirtschaft. "Es ist ein Skandal, dass Frauen im Durchschnitt immer noch 20 Prozent weniger verdienen, als ihre männlichen Kollegen. Deutschland liegt damit im europäischen Vergleich auf einem beschämenden Abstiegsplatz", sagte Steiner. Durch die ungleiche Bezahlung ziehe sich die Benachteiligung bis ins Rentenalter fort. "Teilzeitarbeit und Niedriglohn sind überwiegend weiblich. Das lässt Altersarmut weiblich werden. Vielen Rentnerinnen wird damit die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben verwehrt", kritisierte Steiner.
Steiner fordert zudem bereits für 2009 einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Fehlende Betreuungsangebote seien der Hauptgrund für die hohe Armuts- und Sozialhilfequote gerade von alleinerziehenden Müttern. "Was die Frauen brauchen, ist eine bessere Betreuung ihrer Kinder und keine ideologisch begründete Betreuungsprämie. Diese soll die Frauen nur dazu verleiten, für ein paar Euro mehr zuhause zu bleiben und aus der Arbeitslosenstatistik zu verschwinden", so Steiner.
Auf dem morgigen Parteitag der niedersächsischen GRÜNEN in Hameln wird die Frauenpolitik ein Schwerpunkt sein. Neben der wirtschaftlichen Gleichstellung von Frauen wird auf dem Parteitag auch das Schicksal der in die Türkei abgeschobenen Gazale Salame aus Hildesheim Thema sein.
Mehr Informationen zum Parteitag unter: www.gruene-niedersachsen.de/ldk