Landesparteitag spricht sich für Mindestlöhne aus
Die Niedersächsischen Grünen haben sich auf ihrem Landesparteitag heute (Freitag) in Hannover für einen gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro ausgesprochen. "Die Gewinne steigen, die Löhne sinken. Wir stellen fest, dass eine wachsende Zahl von Familien nur durch staatliche Leistungen in die Lage versetzt wird, ihr Existenzminimum zu sichern. Auf diesem Wege wird vielen Familien eine angemessene gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe verwehrt. Gerade Kindern werden damit Bildungschancen genommen", heißt es in der Resolution.
Ein krasses Beispiel für Lohndumping sei gerade in Niedersachsen die Fleischindustrie, in der mit der Beschäftigung osteuropäischer Arbeitskräfte zu Billigsttarifen um drei Euro angestammte Belegschaften auf dieses Niveau gezwungen oder in die Arbeitslosigkeit geschickt werden. Das von der CDU geforderte Kombilohnmodell lehnen die Grünen als "Beihilfe zur Lohndrückerei" ab.
Die niedersächsischen GRÜNEN setzen sich für einen Stundenlohn von 7,50 Euro als Einstieg in einen flächendeckenden Mindestlohn ein. Spitzenverdiener sollen stärker an der Finanzierung der Staatsaufgaben beteiligt werden, indem zum Beispiel Abfindungen in Millionenhöhe entsprechend besteuert werden.
Als Gast hat auf dem Parteitag der Erste Bevollmächtigte der IG-Metall Hannover, Reinhard Schwitzer, geredet.
Die Resolution finden Sie im Internet unter www.gruene-niedersachsen.de/ldk