PM Nr.42 vom 27.11.2005

Susanne Leifheit neue Landesvorsitzende der niedersächsischen Grünen - Grüner Parteitag fordert: Saubere Energien für eine sichere Zukunft

Neue Landesvorsitzende der niedersächsischen GRÜNEN ist Susanne Leifheit aus Königslutter. Die 42jährige promovierte Chemikerin setzte sich gegen die Hamelnerin Anja Piel durch. 67 von 118 Delegierten entschieden sich auf der Landesdelegiertenkonferenz am Samstag in Braunschweig für Leifheit. Die neue Vorsitzende kündigte an, die niedersächsischen GRÜNEN werden sich mit sozialen und ökologischen Themen in den kommenden Monaten profilieren und deutlich von anderen Parteien abheben.
Leifheit übernimmt die Position der ehemaligen Landesvorsitzenden Brigitte Pothmer, die mittlerweile dem Bundestag angehört. Gemeinsam mit Raimund Nowak bildet Leifheit die neue Doppelspitze der niedersächsischen Grünen.
Unter dem Motto "Weg vom Öl – saubere Energien für eine sichere Zukunft" verabschiedeten die Delegierten ein Aktionsprogramm zur Energiewende für Niedersachsen. Erklärtes Ziel müsse es sein, sich vom Öl als endliche und Klima schädliche Ressource unabhängig zu machen. Von der niedersächsischen Landesregierung fordern die Grünen ein Konzept zur Nutzung von Bioenergie und die Nutzung der Windkraft weiter voran zu treiben. Von der Automobilindustrie erwarten die GRÜNEN die Entwicklung umweltfreundliche Fahrzeuge. So solle das umweltfreundlichste Fahrzeug aus Niedersachsen kommen.
Das Programm "Weg vom Öl" soll dazu beitragen, das enorme Potential sowohl für die Verbesserung des Klimaschutzes als auch für neue innovative Arbeitsplätze zu aktivieren. "Insgesamt könnten in Deutschland im Bereich der Erneuerbaren Energien im Jahr 2020 bis zu 500.000 Menschen Arbeit finden – das wäre ein Potential von rund 50.000 Arbeitsplätzen allein in Niedersachsen!", so Brigitte Pothmer (MdB), die den Leitantrag einbrachte.
Als prominenten Kronzeugen für die notwendige globale Energiewende hatten die GRÜNEN den Fernsehjournalist Franz Alt eingeladen. Alt: "Wenn wir die Hälfte der Energie einsparen und die andere Hälfte auf Erneuerbare Energien umstellen, ist die Vision der 100prozentigen Wende möglich." Alt dankte in diesem Zusammenhang dem ehemaligen Bundesumweltminister Jürgen Trittin für die deutsche Vorreiterrolle beim Erneuerbare-Energien-Gesetz, das von zahlreichen Ländern weltweit übernommen wurde. Alt ermahnte die neue Bundesregierung, die Erfolgsgeschichte des der in Deutschland eingeleiteten Energiewende fortzusetzen.
In einer Aussprache zur Politik der neuen Bundesregierung kritisierte der Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion Fritz Kuhn, die offensichtliche Orientierungslosigkeit der Koalitionsvereinbarungen. Kuhn kündigte eine "harten, aber auch konstruktiven Oppositionskurs" der GRÜNEN im Bundestag an.

© BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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