LAG Weltanschauung und Staat

Die LAG Weltanschauung und Staat ist ein Arbeitskreis, der die Diskussionen zum Thema des Verhältnisses vom Staat zu den verschiedenen Weltanschauungs- und Religionsgemeinschaften der niedersächischen Grünen zu bündeln. Wir verstehen uns dabei ausdrücklich als Gruppe, die alle am Thema interessierten Grünen und den Grünen nahestehende Menschen ansprechen soll – unabhängig von ihrer weltanschaulichen oder religiösen Einstellung.

In den letzten Jahren hat das Thema in der Öffentlichkeit zunehmend an Präsenz gewonnen. So wird etwa seit längerem über die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts oder die Imam-Ausbildung an staatlichen Hochschulen in Deutschland debattiert, gleichzeitig wird aber auch über die Anbringung von Kruzifixen in staatlichen Einrichtungen oder die arbeitsrechtlichen Bedingungen der kirchlichen Wohlfahrtsverbände diskutiert. Diese Einzelthemen können nicht isoliert betrachtet werden. Spätestens durch Einwanderung und die Wiedervereinigung ist Deutschland weltanschaulich und religiös pluralistisch geworden; es geht daher in allen Einzelbereichen immer um die Frage, wie man Menschen aller Weltanschauungen die vollwertige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht, Ausgrenzungen vermeidet und Konflikte gerecht löst.

Die LAG sieht es dabei als Ihre Aufgabe, eine konsensfähige Positionierung der niedersächischen Grünen zu dem Thema zu erarbeiten. Dabei diskutieren wir u.a. den Einfluss der Religionsgemeinschaften auf Schulen und Hochschulen, das Arbeitsrecht kirchlicher Wohlfahrtsverbände wie auch die Kirchensteuer und andere institutionelle Verflechtungen mit dem Staat. Dazu arbeitet die LAG eng mit den thematisch verwandten LAG'en ChristInnen, Europa und internationale Zusammenarbeit, Hochschule, Schule, und Migration sowie Demokratie und Recht zusammen.