Maaret Westphely

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Direktkandidatin im Wahlkreis 43 -
Stadt Hannover II

 

Liebe Wählerinnen und Wähler,

"Bunt leben, grün entscheiden", mit diesem Leitspruch möchte ich als Kandidatin für DIE GRÜNEN in Hannover überzeugen. Je vielfältiger die gelebten Lebensentwürfe, desto größer wird langfristig die Akzeptanz gegenüber dem Einzelnen. Individualität soll nicht als Stärke des Einzelnen, sondern als Wertschätzung der Vielfalt verstanden werden. Vor diesem Hintergrund haben wir eine gesellschaftliche Verantwortung für die Chancengerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Zu dieser Verantwortung gehört auch der Schutz unserer Lebensgrundlage – der Natur.

In klaren Worten:

Ökologisches Leben und nachhaltige Wirtschaftsförderung ist möglich

Wer viel trinkt lebt gesund. An sich mag es da erfreuen, dass 2008 pro Kopf 120 Liter mehr Mineralwasser in Deutschland verkauft wurde als 1970. Aber ist das auch gesund für die Umwelt? Nicht, wenn das Wasser aus einer gekauften Flasche kommt. Abhängig von Verpackung, Transportweite und Kühlung ist Mineralwasser 90 bis 1000-mal umweltbelastender als Leitungswasser. Ein Liter Mineralwasser verbraucht bis zu 320 ml Erdöläquivalente. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, wie groß die Klage vieler über die hohen Benzinpreise ist, wo das abgefüllte Nass doch häufig sogar noch teuer sein kann.

Dies ist nur ein Beispiel wie unsinnige Transportkilometer erzeugt werden und die Lebensgrundlagen unserer nachfolgenden Generationen zerstören. Deshalb müssen die Folgekosten für den Schaden an Umwelt, Klima und Gesundheit in die Rechnung der Produkte, die wir verbrauchen, einfließen. Damit können wir die Umwelt schützen und die regionale Wirtschaft fördern.

Investitionen in die Zukunft durch die Förderung von erneuerbaren Energien

Preise müssen die ökologische Wahrheit sagen. Das gilt auch für Strom. Fossile Energie wird nach wie vor durch die Kohlesubventionen unterstützt. Im Preis für Atomenergie ist immer noch nicht die Endlagerung des Atommülls enthalten. Beides sind Subventionen für die  alle SteuerzahlerInnen aufkommen müssen.

Warum aber Geld in eine Energieproduktion stecken, die schädlich für Umwelt und Gesundheit ist? Die einzig richtige Antwort ist die konsequente Förderung erneuerbarer Energien, auch gegen die Interessen der Atom- und Kohlelobby. Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist zudem nicht nur eine Frage des Umweltschutzes, sondern schafft viele zukunftsfähige Arbeitsplätze über ganz Deutschland verteilt.

Nur Investitionen in Bildung schaffen Chancengerechtigkeit  

Chancengleichheit werden wir nur durch massive Anstrengungen in der Bildung von der Krabbelgruppe bis zur Hochschule erreichen. Zentral ist die Einführung einer gemeinsamen Schule, in der die inklusive Beschulung von Kindern mit besonderem Förderbedarf eine Selbstverständlichkeit ist. Dazu brauchen wir nicht nur mehr LehrerInnen, sondern vor allem auch PsychologInnen und SozialpädagogInnen – schließlich ist Bildung nicht nur das Pauken von Fakten.

Finanziell lassen sich diese Forderungen nur mit einer klaren Priorität für Bildung umsetzen. Investitionen in die Köpfe unserer Kinder sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb muss das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern wieder aufgehoben werden, damit auch Bundesmittel zum Einsatz kommen können. In diesem Sinne sollte meiner Meinung nach eine Vereinheitlichung des Bildungsauftrags des Staates an unsere Kinder in Deutschland angestrebt werden.

Die Hälfte der Macht den Frauen

Frauenpolitik ist mehr als die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In kaum einem anderen Land der EU ist der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen mit 22 % so hoch wie in Deutschland. Um die ungleichen Lebens- und Verdienstmöglichkeiten von Männern und Frauen anzugleichen, müssen die Ursachen angegangen werden. Nach wie vor bevorteilt die Steuerpolitik das gesellschaftliche Leitbild des Ernährers und der Zuverdienerin. Ehegattensplitting, die Steuerklassen III und V stellen derzeit negative Erwerbsanreize dar, die dazu führen, dass sich manch eine Frau beim Blick auf den monatlichen Kontoauszug die Frage stellt, ob es sich für sie finanziell überhaupt lohnt zu arbeiten. Deshalb setze ich mich für die Einführung einer stufenlos ansteigenden Individualbesteuerung ein, die geringe Einkommen entlastet.

Für den öffentlichen Dienst muss endlich der Staat neben den Tarifparteien seinen Beitrag leisten, dass die Eingruppierungskriterien gerechte Bezahlung von frauentypischen Berufen gewährleistet. In der freien Wirtschaft wollen wir die Rechte der Frauen bei Ungleichbezahlung durch ein Verbandsklagerecht stärken. Dann können sie sich vor Gericht vertreten lassen.

Ihre
Maaret Westphely

Kontakt  
Email westphely@gruene-hannover.de
Internet YouTube

 

Biografisches  
Persönliches 34 Jahre, verheiratet, zwei Kinder. In Hannover geboren.
Ausbildung/Studium Geografiestudium an der Uni Potsdam
Beruf Persönliche Mitarbeiterin im Landtag
Freizeit Schrebergärtern

 

Politisches
Seit 2005 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen
Seit 2006 Mitglied im Stadtrat in Hannover, gleichstellungspolitische Sprecherin

 

Bündnis 90/Die Grünen OV Hannover

 

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