Hans-Christian Friedrichs
![]() |
Direktkandidat im Wahlkreis 37 -
|
Liebe Wählerinnen und Wähler,
gut zehn Jahre meines Lebens habe ich mit meiner Familie in Neu Wulmstorf verbracht. Wie viele andere auch, zog es uns 1993 mit Kind und Kegel ins Grüne, in den Speckgürtel Hamburgs, wo man in ein paar Minuten in der freien Natur war und uns trotzdem alle Annehmlichkeiten einer recht vollständigen Infrastruktur zur Verfügung standen.
Inzwischen ist es mit der Idylle vorbei: Eine riesige Halle versperrt den Weg ins Rübker Moor, die A 26 und B 3 neu rücken immer näher, meine "alte Heimat" ist umzingelt von Gewerbe, Verkehr und Lärm. In Rade/Mienenbüttel und Wennerstorf, in Heidenau, Thieshope und Evendorf/Döhle wirken die geplanten "Logistik-Parks" und Auto-Höfe ähnlich bedrohlich. Ich wehre mich gegen den planlosen Wettbewerb der Kommunen um die Krumen des (Noch-)Container-Booms auf Kosten von Landschafts- und Naturschutz, von Lebensqualität und kultureller Identität der betroffenen Gemeinden! Ich will den Container-Umschlag und die wirtschaftliche Teilhabe des Landkreises nicht verteufeln. Der ungezügelte Flächenfraß muss aber ein Ende haben, die riesigen ungenutzten Gewerbeflächen in der Region sind zuerst zu nutzen und natürlich gehört zu einem Logistik-Zentrum auch ein Gleisanschluss!
Es ist unsere Aufgabe als Grüne, uns im Bund, im Land und in der Region für die richtigen Weichenstellungen einzusetzen. Politik muss wieder stärker gestalten und darf sich nicht länger allein auf die "Kräfte des Marktes" verlassen.
Ein Wort zu Gorleben
Schon während meines Geographie-Studiums 1989 wurde uns Studierenden schnell klar, dass Gorleben und Salz zur "Endlagerung" von radioaktivem Müll absolut ungeeignet sind. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass wir über einen Zeitraum von einer Million Jahre sprechen, muss uns klar werden, dass die Suche nach einem sicheren Endlager für solche Zeit-räume nur anmaßend sein kann. Nach menschlichem Ermessen kann es daher nur um eine rückholbare Zwischenlagerung des vorhandenen Atommülls gehen.
Leukämie in der Elbmarsch
Dass die Leukämiefälle in der Elbmarsch und anderswo in direktem Zusammenhang mit dem Betrieb von kerntechnischen Anlagen stehen, wurde in verschiedenen Untersuchungen belegt. Die konkreten Ursachen für die Häufung – gerade in der Elbmarsch – müssen endlich gefunden werden und es müssen die notwendigen und überfälligen Konsequenzen gezogen werden: Abschalten! Ich denke, darüber, dass der Atomausstieg fortgesetzt werden muss, sind wir uns alle einig.
Grüne Mobilität
Erst durch die vor unserer Haustür geplante A 39 bin ich über persönliche Betroffenheit und Bürgerinitiativen zur aktiven grünen Politik gekommen. Spätestens jetzt war aber der Blick über den eigenen Tellerrand gefragt. Es ging mir nicht mehr nur darum, die Autobahn durch den eigenen Vorgarten lieber dem Nachbarn zu wünschen, sondern mich für eine ökologische und soziale Mobilität einzusetzen. Das fängt beim Thema Verkehrsvermeidung an, zu der wir alle beim bewussten Einkauf oder beim Brötchenholen etwas beitragen können, geht über Verkehrsverlagerung auf alternative Verkehrsträger und endet bei Effizienzsteigerung. Natürlich liegt mir der Erhalt der Bahn in der Fläche am Herzen, dem Bau einer Hochgeschwindigkeitstrasse mitten durch die Heide stehe ich sehr kritisch gegenüber. Von ein paar Minuten Fahrzeitgewinn zwischen Hamburg und Hannover hat der Landkreis Harburg gar nichts – im Gegenteil, Milliarden stünden nicht mehr für den Erhalt und den Ausbau der bestehenden Infrastruktur zur Verfügung. Eine der herausragenden Aufgaben der Politik besteht in der Organisation der Seehafenhinterlandverkehre in Kombination mit einer Verbesserung des Personenverkehrs. Klimaschutz muss auch im Bundesverkehrswegeplan erkennbar werden!
Mit grünen Grüßen,
Hans-Christian Friedrichs
| Kontakt | |
| hans-christian.friedrichs@gruene-gellersen.de | |
| Internet | http://www.hc-friedrichs.de |
| Biografisches | |
| Persönliches | 45 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, aufgewachsen in Hamburg |
| Ausbildung/Studium | Studium der Informatik und Geographie in Hamburg |
| Beruf | EDV-Berater |
| Freizeit | Norwegen, Jakobswege, Geschichte |
| Politisches |
| Seit 2005 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen |
| Seit 2005 Sprecher des Ortsverbandes Gellersen |
| Seit 2006 Mitglied im Gemeinderat Reppenstedt und im Samtgemeinderat Gellersen |
| Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Verkehr |
| 2006–2008 Sprecher des KV Lüneburg |
| Seit 2009 Geschäftsführer im Kreisverband Lüneburg |
| Sonstige Ämter |
| Stv. Vorsitzender des VCD (Verkehrsclub Deutschland) Landesverband Niedersachsen und stv. Vorsitzender des VCD Regionalverband Elbe-Heide |
| Initiator der „Arbeitsgemeinschaft Umweltverbände Lüneburg“ |
| Vorsitzender des Umweltvereins Gellersen |
| Gründungsmitglied des Fördervereins Ostheide-Elbe-Bahn |
| Fördermitglied Greenpeace |
Bündnis 90/Die Grünen KV Harburg
