Renaissance der Atomkraft verhindern!

Atomkraft - nicht schon wieder

Grüne rufen zur Beteiligung an Demonstrationen am 25. April in Münster und am 26. April an den AKWs Krümmel und Neckarwestheim auf

Die Grünen warnen vor einer Renaissance der Atomenergie im Herbst. Die Atomlobby agiert heute so, als hätte es den GAU in Tschernobyl nicht gegeben. Mit juristischen Tricksereien versuchen die AKW-Betreiber, die Abschaltung von schrottreifen Atommeilern bis nach der Bundestagswahl zu verhindern und spekulieren auf eine Kehrtwende in der Atompolitik.

CDU und FDP kämpfen auf der gleichen Linie und wollen den Atomaustieg zurückdrehen. Da wissen wir, was uns blüht, wenn es im Herbst zu einer schwarz-gelben Koalition kommen sollte: Laufzeitverlängerungen für Atommeiler und dauerhaft exorbitante Profite für die Atomindustrie.

Noch immer gilt: Atomkraft ist lebensgefährlich, teuer und schützt das Klima nicht. Sie erzeugt hochgefährlichen Müll, den bisher niemand sicher entsorgen kann. Und: Das Risiko kennt keine Grenzen. Wenn RWE im erdbebengefährdeten Gebiet in Belene (Bulgarien) sich am Neubau eines Atomkraftwerks beteiligt, dann trägt ganz (Mittel-)Europa das Risiko.

Ein neuer Leukämiefall in der Elbmarsch, dass heißt in der Nähe des Atomkraftwerks Krümmel und von Geesthacht, muss uns alle alarmieren. Die Grünen fordern, das für nächsten Monat geplante Wiederanfahren von Krümmel zu stoppen und das AKW endgültig abzuschalten.

Jedes Jahr Laufzeitverlängerung für AKWs würde mindestens 400 Tonnen Atommüll mehr in Deutschland produzieren. Und dennoch gibt es noch immer keine halbwegs abgesicherte Endlagerlösung. Der Worst Case, der schlimmste anzunehmende Fall, ist in den letzten Jahren im sogenannten Versuchsendlager Asse eingetreten. Die angeblich sichere Endlagerung ersäuft in radioaktiver Lauge. Die Forderung heißt deshalb: Kein Endlager im Gorlebener Salz (Moratorium für Gorleben) und ein neues Auswahlverfahren ohne Vorfestlegung

Wir rufen dazu auf, mit vielfältigen Aktionen in dieser Woche dem Protest gegen die Atomkraft Ausdruck zu verleihen. Wir rufen dazu auf, sich an den Demonstrationen am 25. April in Münster und am 26. April an den AKWs Krümmel und Neckarwestheim zu beteiligen. Und wir rufen schon jetzt dazu auf, zahlreich am 5. September zur Großdemonstration nach Berlin zu kommen, um drei Wochen vor der Wahl ein starkes Zeichen gegen die Atomkraft zu setzen. Und wir sagen: wer keine Atomkraft will, wer den Atomausstieg will, der muss am 7. Juni 2009 bei der Europawahl und am 27. September 2009 bei der Bundestagswahl GRÜN wählen. Nur GRÜN garantiert, dass es beim beschlossenen Ausstieg bleibt!

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