Moorschutz ist Klimaschutz
Steiner fordert im Dalum-Wietmarscher Moor Erhalt und Wiedervernässung von Mooren
Anlässlich ihres gestrigen (Mittwoch, 18.07.2007) Besuchs des Dalum-Wietmarscher Moores im Landkreis Emsland hat Grünen-Landesvorsitzende Dorothea Steiner ein Programm zur Wiedervernässung der niedersächsischen Moore gefordert.
Rund acht Prozent der C0_2-Emissionen in Niedersachsen stammten aus entwässerten Mooren. Das mache etwa 2/3 des C0_2-Ausstoßes des gesamten PKW-Verkehrs in Niedersachsen aus, so Steiner. „Mit der Entwässerung der Moore entweicht das zum Teil seit Jahrtausenden im Moor gebundene C0_2. Durch Wiedervernässung kann dieser Prozess nicht nur gestoppt, sondern sogar wieder neues C0_2 dauerhaft gebunden werden. Konsequenter Moorschutz ist deshalb praktischer Klimaschutz“, erklärte die Grünen-Politikerin.
Dem Vorstoß des niedersächsischen Umweltministers Sander, Moorflächen nach der Abtorfung künftig wieder landwirtschaftlich zu nutzen, erteilte Dorothea Steiner eine Absage. Für den Moorschutz wäre das der Rückfall in die 70er Jahre. „Vor allem der Klimaschutz erfordert es, dass wir die restlichen Moore schützen und erhalten. Wir brauchen deutlich mehr nasses Moor, anstatt die abgetorften Moore jetzt gänzlich zu zerstören und landwirtschaftlich zu nutzen,“ forderte Steiner.
Die Grünen-Landeschefin fordert den Moorschutz vor allem auf die Niedermoore auszudehnen. Gerade bei Niedermooren gebe es gute Möglichkeiten, die Wiedervernässung und die Produktion von Biomasse – zum Beispiel von Erlen – zu kombinieren. Dorothea Steiner: „Das ist gut für den Naturschutz und das Klima gewinnt gleich doppelt“.