PM Nr.26 vom 29.06.2007
GRÜNE fordern vorzeitige Stilllegung von Atomkraftwerk Esenshamm
Steiner: Brand in Krümmel macht auch Risiko niedersächsischer Reaktoren deutlich
Die GRÜNE Landesvorsitzende Dorothea Steiner fordert angesichts des Brandes im Atomkraftwerk Krümmel Konsequenzen für die niedersächsischen Atomkraftwerke. "Krümmel macht deutlich, dass insbesondere die alten Reaktoren zu einem immer größeren Sicherheitsrisiko werden", sagte Steiner. Die Aufklärung der Brandursachen in Krümmel dürfe auf keinen Fall alleine dem Betreiber Vattenfall überlassen bleiben.
Steiner stellt den Brand im Atomkraftwerk Krümmel auch in Zusammenhang mit der Häufung von Störfällen im niedersächsischen Kraftwerk Esenshamm. "Bereits bis 2001 gab es in Esenshamm dreimal soviel Störfälle wie in den angrenzenden Atommeilern. Die altersschwachen und zum Teil baugleichen Reaktoren in Krümmel und auch in Esenshamm sind zu einem unkalkulierbareren Risiko geworden", konstatiert Steiner. "Wir brauchen eine umfassende Unterrichtung über die Hintergründe des Unfalls in Krümmel und eine Debatte über die Konsequenzen für die niedersächsischen Kraftwerke." Die Stillegung von Krümmel war für 2011 geplant. "Wir fordern die vorzeitige Stilllegung" sagt Steiner. Wenn der "Pannen-Reaktor in Esenshamm vier Jahre eher aus dem Verkehr gezogen wird, dann bedeutet das vier Jahre eher Sicherheit und Minderung des atomaren Risikos
© BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN