
Sicherheitslücken in Atomaufsicht müssen geschlossen werden
Grüne: Kontrollnetz offenbar undicht
Die niedersächsischen Grünen fordern eine effektive Aufklärung der Hintergründe des Uranfundes in einem Garten im niedersächsischen Lauenförde. "Nicht zum ersten Mal ist radioaktives Material unbemerkt verschwunden", sagt die niedersächsische Vorsitzende der Grünen, Dorothea Steiner. Niemand scheine zu wissen, in welchem Ausmaß strahlende Substanzen unkontrolliert im Umlauf seien und auch für kriminelle Zwecke genutzt werden könnten.
Die Tatsache, dass der Gartenbesitzer kaum auf legalem Weg in den Besitz der Uranpellets gekommen sei, lasse befürchten, dass Uran über dunkle Kanäle nach Deutschland transportiert werde. "Die Behörden müssen dringend diese offensichtlichen Sicherheitslücken schließen und das Kontrollnetz verstärken", fordert Steiner. Ebenso müsse dringend geklärt werden, wieso die zuständigen Stellen offensichtlich über Jahre nicht auf die Hinweise des Lauenförders reagiert haben.
"Dieser Vorfall macht erneut die Gefahren auch bei ziviler Atomnutzung deutlich", sagt Steiner. "Während der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff die Renaissance der Atomkraft fordert, läuft sein Umweltminister durchs Land und sammelt verloren gegangenes Uran in Gärten ein", sagt Steiner.