Tschernobyl ist nicht vergessen

Diese Jahr jährte sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 20.Mal. Am 26.April 1986 explodierte der Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl nach einer Routineübung zur Abschaltung des Reaktors. Drei Wolken mit radioaktivem Staub verbreiteten sich über Europa und die nördliche Erdhalbkugel. Tausende Menschen wurden aus den Regionen um das Kraftwerk evakuiert, viele leben dennoch noch immer im radioaktiv belasteten Gebieten und ernähren sich von belasteten Lebensmitteln. Die verseuchten Elemente des Reaktors wurden an Ort und Stelle vergraben, der Reaktor zum Schutz vor der Strahlung mit einer Bleiummantelung umschlossen. Dieser "Schutz" ist heute brüchig und einsturzgefährdet, die Gegend um das Kraftwerk ist hochgradig belastet. Eine von Rebecca Harms, Abgeordnete im Europaparlament für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, in Auftrag gegebene Studie ("The Other Report on Tschernobyl") stellte fest, dass die Folgen des Unglücks für Gesundheit und Umwelt kaum abzuschätzen sind. Viele Gegenden in Europa sind noch heute von radioaktiven Stoffen belastet, die Anzahl der Krebserkrankungen in noch nicht abzuschätzen.

Wir setzen uns für die Energiewende, für den Ausstieg aus der Kernenergie und für die Nutzung regenerativer Energien ein, damit eine solche Katastrophe für Menschen und Umwelt nie wieder passieren kann. An vielen Orten, auf viele unterschiedliche Weisen wurde am 20.Jahrestag den Opfern der Katastrophe gedacht und auf die Gefahren der Nutzung der Atomenergie hingewiesen. Das öffentliche Interesse und die vielen Kundgebungen und Aktionen machten deutlich, dass viele Menschen noch heute betroffen sind angesichts dieser Katastrophe und ein Ausstieg aus der gefährlichen und risikoreichen Nutzung der Kernenergie breite Zustimmung findet.

TORCH - The other Report on Chernobyl - eine neue Studie zu den Folgen der Reaktorkatastrophe finden Sie hier

Allgemeine Informationen zu den Folgen der Reaktorkatastrophe auf den Seiten der Bundestagsfraktion

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