Mit einem Landesparteitag in Göttingen starteten die niedersächsischen GRÜNEN in die heiße Phase zur Kommunalwahl 2006. In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung forderten die 123 Delegierten eine zukunftsfähige Kommunalpolitik, die sich insbesondere für bessere Bildungschancen und lokalen Umweltschutz einsetzt.
![]() |
| Einstimmig verabschiedeten die Delegierten die Erklärung für eine zukunftsfähige Kommunal- politik in Niedersachsen |
In seiner Parteitagsrede widmete sich der grüne Landesvorsitzende Raimund Nowak auch den Perspektiven schwarz-grüner Koalitionen. Nowak forderte von der CDU eine Abkehr von ihrer überzogenen Privatisierungspolitik. Der SPD warf Nowak eine Vernachlässigung kommunaler Themen vor.
In zwei Foren diskutierten die Delegierten mit Fachleuten über zwei Kernpunkte der grünen Kommunalpolitik. Unter dem Motto "Global denken – lokal handeln" erinnerte Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, an die Chancen aus dem Einsatz Erneuerbarer Energien. "Gerade in Niedersachsen sind zahlreiche Arbeitsplätze im Bereich der regenerativen Energien entstanden." Darüber hinaus forderte Höhn, sich gegen den Einzug der Gentechnik in die Landwirtschaft zur Wehr zu setzen.
![]() |
| Diskutierten im Forum 1: Enno Hagenah, MdL, Anja Möhring, Susanne Leifheit, Bärbel Höhn und Eckhard Fangmeier |
Katrin Göring Eckardt, MdB und Bundestagsvizepräsidentin, diskutierte im Forum "Mehr Platz für Kinder – Bessere Bildungschancen für alle" mit den Delegierten die Zukunftsperspektiven für ein kinderfreundliches Niedersachsen. Göring-Eckardt forderte einen Mentalitätswechsel in der Bildungspolitik: "Nicht die Kinder sollten sich den Schulen sondern das Bildungssystem sich den Kindern anpassen. Wir müssen den Kindern aus bildungsfernen Schichten helfen, ihre Potentiale zu nutzen. Grüne Politik macht klar: Jeder wird gebraucht!"
![]() |
| Gastgeber Raimund Nowak, Landesvorsitzender; mit Katrin Göring-Eckardt und Bärbel Höhn |
Die Landesvorsitzenden Raimund Nowak und Susanne Leifheit blicken der Kommunalwahl optimistisch entgegen: "Wir wollten mehr werden, wir wollten jünger werden, und wir wollten bunter werden. Diese Ziele haben wir erreicht." Insgesamt 2700 grüne Kandidaten bewerben sich um die 2200 kommunalen Vertretungen, das bedeutet die beste Kandidatenlage in der Geschichte der niedersächsischen Grünen fassen. Besonderen Beifall erhielten die jungen Grünen, die sich diesmal in überraschend großer Zahl um kommunale Mandate bewerben.
![]() |
| WÄHL MICH! - Junge Grüne bewerben sich um kommunale Mandate. |
Mit bunten Wahlkampfaktionen zum Endspurt des Wahlkampfes werben GRÜNE im ganzen Land um Stimmen>>



